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Baumfällungen in Siedlung Klusgrund unvermeidlich

12.02.2018

Sturm Friederike hat nicht nur in den Wäldern der Egge eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, auch öffentliche Plätze und Wohngebiete blieben nicht verschont.

Zahlreiche Bäume entwurzelt
So gab es auch zahlreiche umgestürzte Laubbäume in der Schwaneyer Siedlung Klusgrund. Verletzt wurde zum Glück niemand und auch die Sachschäden blieben überschaubar.

Untersuchungen durch Baumsachverständige ergaben allerdings, dass die an sich kerngesunden Bäume einfach nicht tief genug wurzeln konnten und ihre Standfestigkeit deshalb massiv beeinträchtigt war. Das lag daran, dass beim Straßenausbau in den 1980er Jahren in der kompletten Fahrbahnbreite eine Schotterschicht als Unterbau eingebracht wurde, auch dort, wo dann die Bäume gepflanzt wurden. Die normalerweise in die Tiefe wurzelnden Bäume konnten ihr Wurzelwerk so nur in der Breite ausbilden. Das Fatale: an drei Seiten wurden seinerzeit zusätzlich betonierte Kantensteine eingesetzt, so dass die inzwischen etwa 15 Meter hohen Bäume quasi wie in einem flachen Blumenkübel standen. Die heftigen Sturmböen nun haben zahlreiche so gepflanzte Bäume umgeworfen. Diese Sturmschäden traten in den Straßen auf, die 1984 (Ringstraße, Bischof-Balduin-Straße) und 1989 (Eckernkamp, Steindrüft, Zur Wulwerkuhle, Volkwortstraße) gebaut wurden.

Anhand des Wurzelbildes der umgestürzten Bäume lässt sich feststellen, dass die Bäume lediglich ein ca. 40 cm tiefes Wurzelwerk auf sehr begrenzter Fläche haben ausbilden können. Es muss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass bei zukünftigen Stürmen weitere derart gepflanzte Bäume in besagtem Baugebiet umstürzen und unter Umständen nicht nur erhebliche Sachschäden anrichten, sondern die Gesundheit und das Leben von Menschen bedrohen. Man mag sich nicht ausdenken was hätte passieren können, wenn Friederike ein Herbststurm gewesen wäre. Dann nämlich hätten die Sturmböen belaubte Bäume mit viel größerer Angriffsfläche getroffen und das Schadensbild wäre sehr wahrscheinlich viel schlimmer gewesen.

Sofortmaßnahmen sind notwendig
Angesichts dieser konkreten Gefahrenlage und im Wissen um die damalige Pflanzweise werden eine Reihe von Sofortmaßnahmen ergriffen. So werden alle im Fahrbahnbereich in Pflanzinseln stehende Bäume, die in den Bauabschnitten 1984 und 1989 gepflanzt wurden und augenscheinlich höher als 10 Meter sind und/oder einen Stammumfang von mehr als einem Meter haben, gefällt. Hiervon ausgenommen sind die Bäume, die in den kreisrunden Mittelinseln stehen und ausreichend Platz zum Wurzeln haben. Gleichwohl sollen diese Bäume besonders beobachtet und im Laufe des Jahres dahingehend überprüft werden, ob sie ebenfalls in einem verdichteten Schotterbett stehen. Ebenfalls überprüft werden die Baumpflanzbeete im Triftweg. Sollte auch hier seinerzeit unfachmännisch gepflanzt worden sein, sind Fällungen unumgänglich.

Im Rahmen anstehender Baumkontrollen und des Aufbaus eines Baumkatasters werden alle Bäume der Gemeinde, die im Fahrbahnbereich in Pflanzinseln stehen, ebenfalls dahingehend überprüft, ob es einen wurzelbegrenzenden Schotterunterbau gibt. Sollte dies der Fall sein werden weitere Fällungen notwendig.

Trotz aller Einsicht in die Notwendigkeit der vorgesehenen Fällungen, schwingt auch Wehmut mit. Niemand fällt gern große kerngesunde Bäume. Leider lassen uns die Fehler der Vergangenheit keine andere Wahl. Insofern ist es vielleicht ein kleiner Trost, dass im Laufe des Jahres Planungen für eine standorttypische Ersatzbepflanzung erarbeitet und diese im Herbst umgesetzt werden.

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