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Aufstellung des Landschaftsplanes Altenbeken

10.10.2017

Informationen zum Stand der Landschaftsplanung in Altenbeken

Altenbeken ist die waldreichste Kommune im Kreis Paderborn - 55 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet
Altenbeken ist die waldreichste Kommune im Kreis Paderborn - 55 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet

Im Rahmen einer Bürgerversammlung zur Aufstellung des Landschaftsplanes Altenbeken wurden kürzlich Planungsgrundlagen, Entwürfe der Schutzgebietsfestsetzungen und Entwicklungsziele vom Kreis Paderborn und dem beauftragten Planungsbüro Lökplan vorgestellt und erläutert. Landschaftspläne sind das zentrale Instrument des Naturschutzes und der Landschaftspflege und für das gesamte Kreisgebiet aufzustellen.

Der Landschaftsplan Altenbeken gilt im gesamten baulichen Außenbereich der Gemeinde. Nicht mit eingeschlossen sind zusammenhängende, bebaute Ortsteile. Durch den Landschaftsplan erfolgt z. B. die grundlegende Überarbeitung der jetzigen Abgrenzung des Landschaftsschutzgebietes „Naturpark“, die für Altenbeken noch aus dem Jahr 1972 stammt.

In dem Aufstellungsverfahren haben die Bürgerinnen und Bürger durch eine Bürgerbeteiligung umfangreiche Mitsprachemöglichkeiten. Die Kartenentwürfe können im Paderborner Kreisumweltamt (Aldegreverstraße 10-14) eingesehen werden. Sie liegen von Dienstag, 10. Oktober bis Freitag, 3. November in Zimmer C.01.12 aus und können montags bis freitags in der Zeit von 8.30 bis 12 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr eingesehen werden. Auch im Bauamt der Gemeinde Altenbeken sind die Planentwürfe einsehbar.

Unter Landschaftsplan Altenbeken erhalten Interessierte weitere Informationen und die aktuellen Entwürfe.

Die Planungen sehen vor, neben den bislang bestehenden zwei Naturschutzgebieten (NSG) "Egge-Nord" und "Stollen am großen Viadukt" mit einer Größe von 1.609 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde Altenbeken zwei Erweiterungen (10 ha) und neun Neufestsetzungen (469 ha) vorzunehmen.

  • Erweiterungen NSG Egge-Nord (10 ha) - Orchideenreicher Eschen-Buchenmischwald, Waldmeisterbuchenwald
  • NSG „Sommerberg/Ortwald“ (18,7 ha) - Artenreiche Magerweiden, Feuchtgrünland Neuntötervorkommen
  • NSG „Ziegenstallsgründe“ (79,5 ha) - ca. 95 % Wildnisentwicklungsgebiet, Schlucht- und Hangmischwald, Dolinen
  • NSG „Sieben Gründe“ (51 ha) - Artenreiche Magerweiden, teils Orchideen, Rotmilan-Jagdrevier
  • NSG „Hossenberg“ (10 ha) - Artenreiche Magerweiden und -wiesen, Neuntötervorkommen
  • NSG „Happenberg/Krausenberg/Dunetal“ (81 ha) - Waldmeisterbuchenwälder, Neuntötervorkommen, Rotmilan-Jagdrevier (bestehende, genehmigte Nutzungen wie Gleitschirmfliegen sind weiterhin möglich)
  • NSG „Steinbruch Schwaney“ (6,6 ha) - Enzianrasen, Uhu-Brutnachweis aus dem Jahr 2015, mindestens 3 Kleinhöhlen
  • NSG „Suren Kämpe/Rauhegrund“ (27,1 ha) - Feuchtgrünland, naturnahe Fließgewässer, Auenwälder, alter Moorbirkenwald, Schwarzmilanlebensraum
  • NSG „Bodental-Ochsenberg“ (105 ha) - ca. 35 % Wildnisentwicklungsgebiet, Erlensumpfwald, Eschen- und Erlen-Auenwald, Dolinen, Bachschwinden
  • NSG „Emder Wald (90 ha) - ca. 30 % Wildnisentwicklungsgebiet, Waldmeister- und Hainsimsenbuchenwald

Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist (§ 23 BNatSchG). Von den dann 2.088 ha NSG sind 133 ha bereits Wildnisentwicklungsgebiete. 91 Prozent der Naturschutzgebiete betreffen Waldgebiete im Staatswald.

Zudem befinden sich drei Landschaftsschutzgebiete (LSG) in Planung.

  • LSG „Altenbekener Wälder“: 2.295 ha
  • LSG „Offene Kulturlandschaft“: 1.781 ha
  • LSG „Fließgewässer und Auen“: 266 ha

Mit insgesamt 4.342 ha verringert sich die vorgeschlagene LSG-Fläche um 238 ha gegenüber der heutigen Ausweisung.

Die Planungen berücksichtigen darüber hinaus sieben Geschütze Landschaftsbestandteile (LB). Das betrifft Baumreihen und Alleen bzw. alte Obstweiden, Magerweidenkomplexe, Hainbuchengruppen an Quellbereichen sowie Erlenbruchwald mit Moorblänken.

Zu den sechs bestehenden Naturdenkmalen (ND) werden 13 Neufestsetzungen vorgeschlagen, nämlich Erdfälle, zwei kleinere Steinbrüche und sehr alte und landschaftsprägende Bäume.

Wie geht's weiter?

Noch bis 3. November liegen die Planungsentwürfe wie oben beschrieben aus. Bürgerinnen und Bürger können in dieser Zeit Stellungnahmen abgeben, Anregungen und Bedenken mitteilen. Nach deren Auswertung werden die Entwürfe überarbeitet und erneut öffentlich ausgelegt, wo noch einmal eine Beteiligungsmöglichkeit besteht. Eine Verabschiedung des Landschaftsplanes Altenbeken ist für 2019 geplant.

Gemeinde Altenbeken
Bahnhofstraße 5a
33184 Altenbeken

Telefon 05255 1200-0
Telefax 05255 1200-33
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