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Unsere Wälder - Das Eggegebirge

17.05.2017

Wildkatzen, Grenzsteine und eine untergegangene Stadt

15.06.2017, 17.15 - 18.00 Uhr | WDR Fernsehen
Ein Film von Thomas Förster

Unsere Wälder sind ein Lebensraum - für Menschen und Tiere. Sie sind zugleich eine Kulturlandschaft, entstanden durch menschliche Eingriffe, sie sind ein Wirtschaftsraum, denn Holz ist eine begehrte Ware. Und sie sind Orte der Schönheit und geheimnisvoller Geschichten, verklärt in alten Erzählungen.

Steile Schluchten, uralte Bäume, wildromantische Täler, das sind die Wälder des Eggegebirges. Östlich von Paderborn liegt eines der größten Waldgebiete Nordrhein-Westfalens. Unter dem Kronendach der Buchen finden sich überall die Spuren der früheren Besiedlung. Untergegangene Dörfer, aufgegebene Eisenbahntunnel und stillgelegte Steinbrüche, in denen die Menschen geschuftet haben, um Steine für den Berliner Reichstag und den Kölner Dom zu hauen.

Andreas Bathe ist seit 25 Jahren Förster in der Egge. Wie kein anderer kennt er die Region und die Stellen, an denen das Eggegebirge besonders spektakulär ist. Jetzt im Frühling dringt die Sonne bis auf den Waldboden und lässt riesige Teppiche von Märzenbechern, Lärchensporn und Bärlauch erblühen. Quellen glitzern im hellen Licht.

Förster Bathe liebt seine Wälder und die Tiere, die dort leben, er erzählt von der Suche nach einer Wildkatzen-Population und vom ständigen Wandel dieser Landschaft. An vielen Stellen in der Egge hat er Spuren entdeckt, die die Menschen vor Jahrhunderten hinterlassen haben.

Auf einer Lichtung haben Wildschweine den Boden durchwühlt und dabei Überreste einer alten Glashütte freigelegt.
In einer unzugänglichen Waldschlucht hat Andreas Bathe zerbrochene Mühlsteine entdeckt - Relikte aus einer Zeit, in der in der Egge große Armut herrschte und an jedem Bach eine Mühle stand.

Mitten im Wald kündet ein tiefer Einschnitt im Fels von den Anstrengungen der Ingenieure, in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Eisenbahntunnel durch das Gebirge zu treiben. Das Vorhaben scheiterte, der Einschnitt füllte sich mit Wasser. Jetzt suchen Taucher und Archäologen nach den Hinterlassenschaften der Tunnelarbeiter von vor 170 Jahren - und werden fündig.

Die Egge ist eine faszinierende Waldlandschaft, voller Schönheit, voller Überraschungen, voller Geschichten, voller Relikte der Vergangenheit - erlebt an der Seite von Förster Andreas Bathe.

Auch die moosbewachsenen Mauerreste in einem einsamen Waldstück im Süden des Gebirges erzählen Geschichte. Vor Jahrhunderten haben hier Menschen gelebt. Doch warum ging ihre Stadt unter? Die Wälder im Eggegebirge bergen zahlreiche Geschichten und Geheimnisse. Sie sind gerade im Frühling eine Landschaft von unglaublicher Schönheit.

Wiederholung: Samstag, 17.06.2017 ab 14.30 Uhr | WDR-Fernsehen

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