Gemeinde-News im »Egge-Rundblick«, 17. Februar 2010:

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Kälte, Glätte, Schnee - Wie viel Winter geht noch?

Der wohl kälteste Winter seit 1987 hat unser Land derzeit fest im eisigen Griff und nicht alle schauen mit Begeisterung aus dem Fenster, wenn die weißen Flocken fallen. Geschätzte 16 Milliarden Tonnen Schnee und Eis bedecken Deutschland derzeit, war einer Meldung jüngst zu entnehmen. Für die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes ist die Wintersaison eine der anspruchsvollsten Phasen des Jahres, insbesondere seit Winter wieder Winter sind.

 

„Wir sind seit Wochen mit Mann und Maus bei zum Teil Dauerschneefall im Einsatz, mehr geht nicht“, erklärt Marius Armstrong, Leiter des Altenbekener Bauhofes. Natürlich konzentriere sich der Räum- und Streudienst zunächst auf die Hauptverkehrsstraßen, Nebenstraßen könnten erst nachrangig berücksichtigt werden, der Verkehr müsse ja schließlich rollen. Etwa 150 Kilometer Straßenflächen und 45 Kilometer Gehwege werden im Bedarfsfall jeden Tag geräumt, oftmals sogar zweimal. Angesichts der anhaltenden Schneefälle lobt Bürgermeister Hans Jürgen Wessels besonders die Einsatzbereitschaft der Bauhofmitarbeiter. „Die Männer gehen bis an die Grenzen, deutlich über das Maß dessen hinaus, was man erwarten kann“. Allein seit Winterbeginn habe die nur 11 Mann starke Truppe etwa 1.100 Stunden zusätzlich zu ihrer normalen Dienstzeit geleistet. Dennoch nehme man Kritik ernst, bitte aber ausdrücklich auch um Verständnis. „Wir tun wirklich alles, können aber trotzdem nicht überall gleichzeitig sein“. Schneeberge, angehäuft von Räumfahrzeugen und fleißigen Bürgern mit ihren Schneeschippen, türmen sich überall in der Gemeinde. Autofahrer finden kaum noch Platz zum Parken, der Einstieg an Bushaltestellen ist erschwert. Ohnehin schon schmale Straßen sind durch Schnee und daneben abgestellte Fahrzeuge noch enger, Begegnungsverkehr ist dort kaum möglich. Die Schneemassen der vergangenen Wochen sind für alle eine große Herausforderung. Verständnis ist zum Beispiel dafür gefragt, dass von Hausbesitzern geräumte Einfahrten von Räumfahrzeugen wieder zugeschoben werden. Das lässt sich nicht vermeiden.

Wegen der Schneemassen mussten bereits in einigen Straßen gezielt auf einer Seite Gehwege zugeschoben werden. In diesen Bereichen sei die Räumpflicht der Anwohner naturgemäß eingeschränkt, betont Ordnungsamtsleiter Theo Grebe. Sobald es möglich sei, werde der Bauhof die betreffenden Gehwege räumen. Solange sei dort auch erhöhte Aufmerksamkeit von Autofahrern gefordert, da mit Fußgängern auf den Fahrbahnen zu rechnen sei. Lob gab’s auch vom Bau- und Verkehrsausschuss der Gemeinde, der in seiner jüngsten Sitzung dem Bauhof-Team ausdrücklich für den beispielhaften Einsatz dankte.

Die lange und intensive Frostperiode macht den Winterdiensten weiter zu schaffen. Streusalz ist offenbar das Gold dieses Winters. Die Streusalz-Nachfrage kann national und auch auf internationaler Ebene kaum gedeckt werden. Vorrangig Autobahn- und Straßenmeistereien erhalten aufgrund bestehender Verträge die kostbaren Lieferungen aus Rumänien, Dubai oder Nordafrika. Und selbst wer bereit ist, die horrenden Salzpreise (bis zu 300 Euro je Tonne gegenüber 80 Euro je Tonne im vergangenen Winter) zu bezahlen, muss damit rechnen, trotz fester Zusagen dennoch leer auszugehen. Vermutlich dann, wenn vor Ort jemand noch mehr bietet.

Unterdessen kann in der Gemeinde Altenbeken der Winterdienst nur noch eingeschränkt durchgeführt werden. Vordringlich werden Hauptverkehrsstraßen, Buslinien und besonders starke Gefällestraßen alternativ mit einer Salz-Splitt-Lösung oder Magnesia-Kainit gestreut, so Marius Armstrong. Hierbei handelt es sich um ein bergmännisch abgebautes Kali-Rohsalz, welches im ökologischen Landbau genutzt wird. Dieses mineralische Düngemittel hat eine ähnlich auftauende Wirkung wie Streusalz. Glaubt man den Meteorologen bleiben die Aussichten frostig.



Das bisschen Haushalt...
Etatberatung im Altenbekener Gemeinderat

Wir hören es aller Orten: Den Gemeinden in Deutschland geht es so schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Diese Entwicklung macht auch vor dem Hochstift nicht Halt und betrifft auch unsere Gemeinde. 1,3 Millionen Euro fehlen uns zu einem ausgeglichenen Haushalt und wenn wir nicht gegensteuern, werden wir in diesem Jahr erstmalig große Kassenkredite (˜ Dispositionskredite) in einer Größenordnung von ca. 950.000 Euro aufnehmen müssen. Deshalb sollte gehandelt werden!

Doch wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung? Da ist zum einen die Wirtschafts- und Finanzkrise. In ihrer Folge haben sich unsere Einnahmen im Vergleich zu 2008 um 900.000 € verringert, obgleich die Einnahmen im Vergleich zu 2002 insgesamt um 700.000 € gestiegen sind. So könnte man annehmen, dass trotz derzeitiger Krisensituation keine Probleme auftreten dürften. Doch weit gefehlt: Wie die Grafik zeigt liegt das größere Dilemma in der Ausgabenstruktur und zwar insbesondere in den Abgaben, die an den Kreis Paderborn gezahlt werden müssen. Der Kreis bedient sich aus den kommunalen Kassen und das wird von Jahr zu Jahr immer teurer (in erster Linie wegen gestiegener Sozialabgaben). Beinahe unbeachtet bleibt dabei, wie es den Kommunen dabei ergeht. Die Kreisumlage ist in nur 8 Jahren um 62,6 Prozent von 3,2 Millionen auf 5,2 Millionen Euro gestiegen. Dadurch ist der verbleibende Gemeindeanteil an den wichtigsten Einnahmen im gleichen Zeitraum um 32 % von 4,14 Mio. Euro auf 2,82 Mio. Euro gesunken! Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.

Eine Sorge, die alle politisch Verantwortlichen derzeit umtreibt. Gewiss sind wir von einer Pleite noch Jahrzehnte entfernt (der Wert der Gemeinde beträgt nach Abzug aller Schulden und Verbindlichkeiten rund 55 Millionen Euro), doch wenn der Grundsatz gelten soll: »Was wir von unseren Eltern ererbt haben, das wollen wir auch den Kindern erhalten!«, dann muss gehandelt werden. Erste Überlegungen und Vorschläge hierzu wurden bereits gemacht, die Haushaltsberatungen laufen und in der kommenden Ratssitzung am 25. Februar soll der Haushalt 2010 verabschiedet werden. Interessierte sind herzlich eingeladen, ab 18 Uhr die öffentliche Sitzung im Rathaus zu verfolgen.



Aktuelles zur Breitbandversorgung

Die Internetanbindung für Schwaney, Buke und das Gewerbegebiet steht kurz vor dem Baubeginn. Seitens der Telekom wurden die notwendigen Ausschreibungen bereits vorgenommen und theoretisch könnte es los gehen. Ein Blick aus dem Fenster liefert allerdings die Erklärung, warum sich der Startschuss für die Baumaßnahmen verzögert.

Die Zeitplanung ist aber noch nicht ernsthaft ins Wanken geraten, so dass sowohl die Gemeindeverwaltung als auch die Telekom davon ausgehen, einen leistungsfähigen DSL-Anschluss bis zum Sommer diesen Jahres in Schwaney, Buke und dem Gewerbegebiet anbieten zu können.

Über die weitere Entwicklung werden wir Sie an dieser Stelle selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

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