Gemeinde-News im »Egge-Rundblick«, 18. Januar 2012:

Download "Gemeinde News", 18.01.2012 (336 KB)



Langjährigen Ortsheimatpfleger verabschiedet



Heinrich Bölte und Altenbekens Bürgermeister Hans Jürgen Wessels bei der Verachiedung im Eggemuseum. - FOTO: Frank Striewe

 

Buke. Vielen gilt Heinrich Bölte in seinem Geburtsort Buke als Heimatfreund mit Leib und Seele. Der inzwischen 80-jährige gelernte Tischler und Diplom-Ingenieur hat sich zeit seines Lebens für seine Buker Heimat engagiert. Beispielsweise als Mitglied des Gemeinderates und stellv. Bürgermeister, als Vorständler im Schützenverein, Vorsitzender der Heimat- und Vereinsgemeinschaft oder Mitglied im Pfarrgemeinderat. Im Februar 1981 übernahm er das Amt des Ortsheimatpflegers und Chronisten in Buke. Alles ehrenamtlich und stets viele Jahre lang. Zahlreiche Ehrungen würdigen seinen unermüdlichen Einsatz.

So erhielt Heinrich Bölte für seine Verdienste um das Schützenwesen das Silberne Verdienstkreuz und den Hohen Bruderschaftsorden, zudem wurde er zum Ehrenkulturwart ernannt. Von den Maltesern bekam er den Malteserorden und im Dezember 1997 verlieh ihm der Bundespräsident das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

Nach über 30-jähriger Tätigkeit gab Heinrich Bölte nun das Ehrenamt des Ortsheimatpflegers ab. In seiner Dezembersitzung verabschiedete der Gemeinderat den umtriebigen Buker Heimatfreund und -forscher. In seiner Laudatio würdigte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels die großen Verdienste Böltes. So habe Heinrich Bölte neben der Ortschronik 17 Jahrbücher erstellt, alle Bau-, Kultur- und Bodendenkmäler in Buke erfasst und dokumentiert, sei Mitautor des Buches über Bildstöcke, Wegekreuze und Denkmäler der Gemeinde Altenbeken, habe die Buker Schützenfahne entworfen und sei bei vielen Maßnahmen zur Dorfverschönerung Initiator und Baumeister gewesen. Stellvertretend nannte er die neue Brunnenanlage am Dorfplatz, die Neugestaltung des Ehrenmals, die Ausgrabungsstätte der Dionysiuskirche, den Eichborn mit Mariengrotte oder das neu erstellte Kreuz am Andreaskloster. Mit handwerklichem Geschick habe Heinrich Bölte viele Ruhebänke mit schmucken Verzierungen geschaffen, die zum Verweilen an Feld und Flur einladen. Im Namen von Rat und Verwaltung sowie aller Bürgerinnen und Bürger sprach ihm Bürgermeister Wessels Dank und Anerkennung aus.

Heinrich Bölte selbst kam zur eigenen Verabschiedung nicht mit leeren Händen. Er hatte in den letzten Monaten die Tafel »Tor zur Egge«, die den Eingangsbereich zur Freizeitanlage Driburger Grund ziert, aufwändig restauriert und übergab sie nun wieder an die Gemeinde.


Elmar Keuter neuer Kreisbrandmeister

Einstimmig hat der Paderborner Kreistag dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken Elmar Keuter für sechs Jahre das Amt des Kreisbrandmeisters übertragen. Zuvor war Keuter bereits sechs Jahre neben Ralf Schmitz stellvertretender Kreisbrandmeister. Zu seinem Stellvertreter wurde der ehemalige Amtsinhaber Bernhard Lücke ernannt. Beide wurden im Dezember im Kreishaus offiziell in ihre Ämter eingeführt. Bezirksbrandmeister Michael Kirchhoff hatte nach der Anhörung der Leiter der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Paderborn das jetzt ernannte Führungsduo vorgeschlagen. Die Wehrführer hatten sich darauf verständigt, nur einen Stellvertreter zu benennen.

 



Ein Leben mit und für die Feuerwehr: Johannes und Elmar Keuter

1979 war Elmar Keuter in seiner Heimatwehr Buke in die Fußstapfen seines Vaters Johannes getreten, der selbst über viele Jahrzehnte als aktiver Feuerwehrmann Akzente in der Egge-Wehr setzte und für sein beispielhaftes Engagement im Bereich der Feuerwehr vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet wurde. Der neue Kreisbrandmeister Elmar Keuter hat die Laufbahn der Freiwilligen Feuerwehr mit den Lehrgängen F1 bis F6 durchlaufen, ist ausgebildeter Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und Brandschutztechniker. Hauptberuflich ist Elmar Keuter seit fast 20 Jahren beim Kreis Paderborn auf der Rettungswache in Buke beschäftigt und als Lehrrettungsassistent und Teamleiter im Einsatz.



Schlichten statt richten


Die Institution des Schiedsamtes als außergerichtliches bzw. vorgerichtliches Streitschlich-tungsverfahren sowohl in Zivil- als auch in Strafsachen gibt es in Deutschland bereits seit 185 Jahren. Für den Schiedsamtsbezirk Altenbeken werden ein(e) Schiedsmann(-frau) so-wie eine stellvertretende Schiedsperson gesucht. Diese werden vom Rat für 5 Jahre gewählt und vom Direktor des Amtsgerichts Paderborn bestätigt, der auch die Vereidigung vornimmt und die Fachaufsicht ausübt. Wählbar für dieses Amt ist grundsätzlich jede(r) Bürger(in) ab Vollendung des 30. bis zum vollendeten 70. Lebensjahr. Die Schiedsperson muss nach ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten für das Amt geeignet sein und die Fähigkeit zur Beklei-dung öffentlicher Ämter besitzen. Die Schiedstätigkeit ist ehrenamtlich.

Die gewählten Schiedsmänner und -frauen werden vom Amtsgericht fachlich betreut. Es er-folgen regelmäßige Schulungen durch den Bund Deutscher Schiedsmänner und Schieds-frauen e.V. (BDS).

Interessierte melden sich bitte bis zum 03. Feb. 2012 im Hauptamt der Gemeinde Altenbe-ken, Herr Hennemann, Zi. 21, Tel. 05255/120017. Dort erhalten Sie auch weitere Informatio-nen.



Änderung der Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren

DDer Rat der Gemeinde Altenbeken hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2011 die Änderungen der Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren ab dem 01.01.2012 beschlossen.

Aufgrund der starken Winter 2008/2009 und 2009/2010 und den damit gestiegenen Mehrkosten für Streumaterial und Fahrzeugeinsätze steigt auch die Gebühr für die Winterreinigung von bisher 1,38 € auf neu 1,65 € je Frontmeter. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksfront von 20 m bedeutet dieses Mehrkosten im Jahr von 5,40 €.

Die Gebühr für die Sommereinigung bleibt stabil bei 1,17 € je Frontmeter. Gleichzeitig sinken die Gebühren für die Müllabfuhr.

Folgende Anpassungen wurden beschlossen:



Durch die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühren bei gleichzeitiger Senkung der Müllabfuhrgebühren kommt es zu keiner erheblichen Mehrbelastung (tlw. sogar geringere Kosten) der Bürgerinnen und Bürger.



Neue Baugrundstücke

Wie berichtet, entstehen entlang der Kuhlbornstraße zehn neue Baugrundstücke. Der Gemeinderat hat den Grundstückskaufpreis auf 110,00 € / m² incl. Erschließungskosten festgesetzt. Für bis zu 3 Kinder, für die Kindergeld gewährt wird und die im Haushalt der Eltern leben, ermäßigt sich der Grundstückspreis um je 7,00 €/m². Dies gilt auch für Kinder, die bis 3 Jahre nach Kaufvertragsabschluss geboren werden.

Zurzeit werden Erschließungs- und Vermessungsarbeiten durchgeführt. Der Grundstücksverkauf beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2012. Interessierte erhalten beim Liegenschaftsamt nähere Informationen (Frau Wiechers, Tel. 05255 - 120062).



Statistisches zu Jahresbeginn

In Deutschland ist die Geburtenrate seit 40 Jahren konstant niedrig. Die Ursachen für den Geburtenrückgang sind komplex. Neben Empfängnisverhütung, veränderter Geschlechterrollen, längerer Ausbildungszeiten und höherer Bildungsabschlüsse spielen die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine ebenso große Rolle wie ökonomische Gründe und die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von Kinderlosigkeit. Gleichzeitig werden die Menschen in Deutschland immer älter. Eine Entwicklung, die auch in Altenbeken zu beobachten ist. Auch hier schrumpft die Einwohnerzahl, fehlt der Nachwuchs. Wieder hat die Gemeinde an Einwohnern verloren. Zum 31.12.2011 waren insgesamt 9.318 Menschen hier gemeldet, das sind 430 weniger als noch vor 10 Jahren. Dabei leben fast genauso viele Männer (4.689) wie Frauen (4.629) in Altenbeken. Im Durchschnitt ist jeder vierte Einwohner über 60 Jahre alt. Während 22,2 Prozent der Männer in den besten Jahren ist, liegt der Anteil bei den Frauen bei 26,87 %. Dabei sind Altenbekener deutlich älter als Buker und Schwaneyer. 29,2 % der über 60-jährigen leben im Ortsteil Altenbeken. Gehören in Schwaney 23,8 % zur Generation 60plus, so sind die Buker am jüngsten. Nur 17,4 % sind hier im siebten Lebensjahrzehnt. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass es in Altenbeken zwei und in Schwaney ein Seniorenheim gibt.

63 Geburten wurden im vergangenen Jahr beurkundet, fast doppelt so viele waren es noch vor einem Jahrzehnt. Knapp ein Drittel der frisch gebackenen Eltern waren zum Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes unverheiratet. Am häufigsten wählten Eltern die Vornamen Maximilian und Sophie für ihre Kinder. 2011 wurden im Altenbekener Standesamt 22 Ehen geschlossen, das sind fast ein Drittel weniger als im Vorjahr und sogar 55 % weniger als im Rekordjahr 2008.

Der Rückgang der Einwohnerzahl in der Gemeinde liegt nicht nur darin begründet, dass die Geburten zurückgehen und deutlich unter der Zahl der Sterbefälle (109) liegen, welche auch auf die Existenz der drei Seniorenheime zurückzuführen ist (fast die Hälfte der Sterbefälle {54} betraf Heimbewohner). Es zogen auch mehr Menschen aus der Eggegemeinde weg, als hinzukamen, wenn auch nur geringfügig. Von den 415 Menschen, die im vergangenen Jahr nach Altenbeken zogen, fanden 52 ihr neues Zuhause in einem der drei lokalen Seniorenheime. Für den Ortsteil Altenbeken bedeuten die Zuzüge einen Zuwachs von 63 Menschen, Buke und Schwaney hingegen verloren 6 bzw. 15 Einwohner. Durch die beständige Ausweisung von Neubaugebieten sorgt die Gemeinde für Zuzug vorwiegend junger Familien. Doch es gilt auch, diejenigen zu halten, die schon hier leben. Das gelingt am ehesten, wenn Altenbeken weiter an Attraktivität als lebenswerte Gemeinde gewinnt. Dennoch verließen 419 Personen im vergangenen Jahr die Eggegemeinde.



Schließung des Eggebades

Vom 6. Februar bis 4. März bleibt das Eggebad in Altenbeken geschlossen. Während der diesjährigen Wartungs- und Instandsetzungszeiten werden Fliesenarbeiten durchgeführt und der Hubbodenantrieb erneuert.



Vortragsreihe fortgesetzt

Am 25. Januar setzt die Verbraucherzentrale ihre kostenlose Vortragsreihe zu Energiesparmaßnahmen fort. Ab 19 Uhr heißt es im Sitzungssaal des Rathauses „Altes Haus wird wieder jung“. Dieses Mal im Fokus: Wärmedämmmaßnahmen und Einsatz erneuerbarer Energien.

Startseite

Übersicht
 
 
 
Egge-Rundblick