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Westfälisches Volksblatt vom 02.08.2010

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Auf Schusters Rappen


Altenbekener Wandergruppe wird 110 Jahre alt und feiert Eggegebirgsfest

Von Daniel Lüns

Altenbeken (WV). Wanderer in bordeauxroten T-Shirts bahnen sich ihren Weg durch die Natur. Ihr Ziel: Zwei traditionelle Wimpelstöcke pünktlich zum Eggegebirgsfest nach Altenbeken zu bringen.

Unter den Mitgliedern der Neuenbekener Abteilung des Eggegebirgsvereins (EGV) ist auch Paderborns Bürgermeister Heinz Paus. Ein Jahr lang verwahrte er die wertvollen Utensilien. Zum Eggegebirgsfest mussten die Stöcke nun wieder auf Reisen gehen. Auto fahren ist dabei tabu. Denn die Wimpelstöcke müssen immer auf traditionelle Weise transportiert werden - zu Fuß.

Gemeinsam mit Henrik Röhren (8), dem jüngsten Mitglied des EGV Neuenbeken, übergab Paus die Wimpelstöcke gestern in der Eggelandhalle den Altenbekener Kollegen. Manfred Schnelle, erster Vorsitzender des EGV Altenbeken, und Hans Jürgen Wessels, Bürgermeister Altenbeken, nahmen die Stöcke entgegen. Konrad Kappe und Bernhard Hagelüken, Vorsitzende des EGV-Hauptvereins, wohnten der Übergabe bei. Für die Altenbekener Abteilung war es ein besonderer Tag. Neben der Gastgeberrolle beim diesjährigen Eggegebirgsfest feierte der Zusammenschluss 110-jähriges Bestehen. Anlässlich des Geburtstages fand Kappe klare Worte: »Diese Abteilung hat sich seit Generationen verdient gemacht.« Auch Bürgermeister Wessels zollte den Wanderern Respekt. Vor allem die Instandhaltung von über 4 000 Kilometern Wegstrecke stellte er lobend heraus. Dabei habe die Altenbekener EGV-Abteilung nie das Wichtigste aus den Augen verloren: das Wandern selbst. »Der Weg ist das Ziel. Der Wanderer weiß das«, sagte er. Wessels stellte zudem zwei Wanderwege vor: Den Eggeweg und den neuen Viadukt-Rundweg.

Abschließend gab Konrad Kappe Oesdorf als Austragungsort des nächsten Eggegebirgsfestes bekannt. Für Heinz Paus war die Wanderung nach Altenbeken aus einem ganz speziellen Grund außergewöhnlich. »Es ist für den Paderborner Bürgermeister schon eine Herausforderung, am zweiten Liboriwochenende nicht in Paderborn zu sein«, erklärte er. Die Strecke durch die Natur habe er dennoch genossen. Der passionierte Wanderer habe dieses Jahr noch keine größere Wanderung begangen. Das wolle er im Urlaub in Südtirol mit seiner vierjährigen Enkelin nachholen. »Dann gucken wir mal, dass wir ihr das Wandern beibringen«, sagte Paus.

www.eggegebirgsverein.de

© 2010 Westfälisches Volksblatt, Montag, 02. August 2010

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