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Altenbeken und Betton feiern Silberhochzeit

02.11.2018

Altenbeken und Betton feiern Silberhochzeit

25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Altenbeken und Betton in Frankreich würdig gefeiert

Von Dietlinde Stach

Die diesjährige Familienfahrt von Altenbeken nach Betton stand unter einem besonderen Motto: 25 Jahre Partnerschaft mit dem Städtchen Betton – in unmittelbarer Nachbarschaft zur bretonischen Großstadt Rennes gelegen – sollten diesmal in besonders festlicher Weise gefeiert werden. Rund 30 Teilnehmer begaben sich mit Herbstferienbeginn auf große Fahrt, um die befreundete Partnergemeinde in 1.025 km Entfernung zu besuchen.

Frühmorgens wurde westlich von Paris in der Normandie in den einzigartigen Gartenanlagen des impressionistischen Malers Claude Monet Zwischenstation gemacht. Prachtvolle herbstliche Staudenbeete mit überquellender Vegetation im Farbenrausch, sowie Teichanlagen, die Monet zu den berühmten Seerosenbildern inspirierten, wurden 1988 nach Gemälden aus den 1890ern angelegt.
Zeitgleich machten sich in Altenbeken auch Bürgermeister Hans Jürgen Wessels und Hauptamtsleiter Jochen Bee auf die Reise, um an den offiziellen Feierlichkeiten am Sonntagabend in Betton teilzunehmen und die Bedeutung dieser grenzübergreifenden Freundschaft zu unterstreichen. Die deutschen Besucher genossen am Wochenende die warmherzige Gastfreundschaft der bretonischen Gastgeber und versammelten sich dann am Sonntagnachmittag auf den Grünanlagen vor der modernen Mediathek. Beide Bürgermeister bekräftigten die Städtepartnerschaft, die am 17. Juli 1993 in Altenbeken mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages durch die damaligen Bürgermeister Werner Niggemeyer und Jean-Claude Heslot feierlich besiegelt worden war.
Außerdem wurde eine Stele zum Gedenken an das 25jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft, entworfen von Bernard Dufay (seit langen Jahren engagiert für diese deutsch-bretonische Freundschaft) eingeweiht: Symbolisch reichen sich die beiden Gemeinden die Hand. Bürgermeister Hans Jürgen Wessels überreichte zwei Gemälde von Max und Moritz der Altenbekener Künstlerin Sigrid Frederking, die zum einen symbolisch für die Max-und-Moritzquelle in Altenbeken als auch für eine ungewöhnliche Freundschaft dieser beiden Kinder und ihrer Abenteuer, erzählt von Wilhelm Busch, stehen.
Im Anschluss erlebten geladene Gäste und Freunde dieser langjährigen Partnerschaft einen Sektempfang im nahegelegenen Rathaus mit Reden von Albert Éveillard, Vorsitzender der mittlerweile vier Städtepartnerschaften von Betton, und Dietlinde Stach, seit nunmehr sieben Jahren für die sprachliche Koordination auf Altenbekener Seite zuständig. Zahlreiche Medaillen wurden für Akteure und Teilnehmer dieser Städtepartnerschaft verliehen und nach dem gemeinschaftlichen Anschneiden der Jubiläumstorte, eines mit Backpflaumen verfeinerten Far durch die amtierenden Bürgermeister, stand die Verkostung eines traditionellen deftigen bretonischen Mahles an. Kig-ha-farz wird noch bis heute in der Bretagne wie vor Jahrhunderten gekocht und zubereitet. Glücklicherweise wurde dann im Anschluss zu einem bretonischen Tanzabend mit keltischer Musik geladen, dem Fest Noz, so dass die gerade verspeis-ten Kalorien tanzend zu keltischer Musik - biniou und bombarde (Dudelsack und Schalmei) - verbrannt werden konnten.

Spektakulärer Anblick im Watt - Klosterberg Mont Saint Michel

Das Fest Noz ist als bretonisches Kulturerbe seit Dezember 2012 auf der Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geführt und stellte ein besonderes Erlebnis für die westfälischen Gäste dar, ebenso wie das Jubiläumsprogramm, das die Reisegruppe im Laufe der Woche an besonderen Orten der Bretagne und Normandie erleben durfte.

Léhon und Dinan, Ploubaznalec, Tréguier, bretonische Städte mit besonderer Geschichte und eine geführte Erkundung historischer Mosaikzeugnisse der italienischen Künstlerfamilie Odorico in der bereits bekannten Nachbarstadt Rennes, die uns die Hauptstadt der Bretagne unter völlig neuen faszinierenden Blickwinkeln entdecken ließ, hinterließen unvergessliche Eindrücke dieser besonderen Region im Nordwesten Frankreichs.

Unbestreitbarer Höhepunkt dieses Programms stellte die etwa 8 km lange Wattwanderung durch die Bucht des Mont Saint Michel dar, eines der Küste vorgelagerten Klosterberges mit einer mehr als 1000jährigen Geschichte, der ebenfalls in den Rang eines Weltkulturerbes der Unesco erhoben wurde. Unter dem Motto: ‚Der Weg ist das Ziel‘ eröffneten sich völlig neue Perspektiven mit sensationellen Licht- und Wolkeneffekten.

Mehr als gesättigt an vielfältigen Impressionen sowie an kulinarischen Köstlichkeiten des Abschiedsbuffets verließen wir unsere liebgewonnenen Gastgeber und Freunde mit dem Versprechen, im nächsten Frühjahr mit einem Bus voller Jugendlicher wiederzukommen.

Kenavo! (Auf Wiedersehen auf bretonisch)

Gemeinde Altenbeken
Bahnhofstraße 5a
33184 Altenbeken

Telefon 05255 1200-0
Telefax 05255 1200-33
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