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Realschulplanungen vorgestellt

13.04.2018

Gut besucht war die Infoveranstaltung in der Aula des Altenbekener Schulzentrums, bei der die Pläne für die neue Schule vorgestellt wurden.

Eingeladen hatten der neue Förderverein und der in Gründung befindliche Trägerverein der zukünftigen privaten Realschule. Allen Anwesenden wurde die Motivation der Akteure überdeutlich: Hier haben Eltern Verantwortung übernommen. Und zwar durchaus professionell, wie durchgängig festgestellt wurde.

Geplant ist, im Sommer nächsten Jahres im Jahrgang 5 mit drei Klassen zu starten, was den Start erleichtern würde. Sollte auch im Jahrgang 6 das Interesse für eine Zweizügigkeit vorhanden sein, wolle man mit beiden Jahrgängen starten, so Ingo Kröger, Sprecher des zukünftigen Trägervereins. Ehrlicherweise wären plötzliche Lehrerausfälle gerade am Anfang nur schwer aufzufangen, blieb Kröger auch die Antwort auf diese Frage nicht schuldig. „Es wird kein leichter Weg, aber wenn wir alle wollen, dass diese Schule Realität wird, dann haben wir eine echte Chance“.

Auch was sich hinter dem Konzept einer „Realschule plus“ verbirgt, wurde den Anwesenden erläutert. So müssen Schüler, die am Ende der Klasse 6 die Versetzung in den Realschulzweig nicht schaffen, die Schule und ihren Klassenverband nicht verlassen. Sie werden weiter differenziert im Bildungsgang Hauptschule unterrichtet. Und können bei verbesserter Leistung auch wieder in den Bildungsgang Realschule zurückkehren. Ein solcher Wechsel ist jährlich möglich. Welche Ausrichtung die neue Schule haben soll, wurde ebenfalls diskutiert. So könne die neue Realschule ihren Schwerpunkt im Bereich Sprachen setzen und beispielsweise in den Klassen 5 und 6 jeweils sechs Stunden Englisch und ab Klasse 7 einige Fächer in englischer Sprache anbieten, was vorteilhaft für spätere Berufschancen sei. Oder man widme sicher eher dem musisch-künstlerischen Bereich, z.B. mit eigener Bläserklasse, Schulband oder Chor und arbeite eng mit Musikschulen und –vereinen zusammen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen könne es auch eine Profilbildung im MINT- Bereich geben mit Schwerpunkt im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Alternativ könnte es auch um eine Sport-Ausrichtung gehen mit sportpraktischen Inhalten, Gesundheit und So-zialverhalten und Kooperationsmöglichkeiten mit örtlichen Sportvereinen. Das abgefragte Meinungsbild sei nicht bindend, gebe dem Trägerverein aber eine Orientierung, so Kröger. „Wir wollen eine Schulgemeinde sein und möglichst von Anfang an alle ins Boot holen“. Abgefragt wurde auch, ob Eltern sich eher eine Halb- oder Ganztagsschule wünschten.

Wie Ingo Kröger darstellte, gelten für Lehrer und Schulleiter die gleichen Voraussetzungen hinsichtlich ihrer Qualifikationen, wenn sie an der privaten Realschule in Altenbeken tätig sein wollten. Und sie erhielten die gleiche Bezahlung und Versorgung wie ihre Kollegen an öffentlichen Schulen. Der Trägerverein werde die Antragstellung zur Genehmigung der Realschule bei der Detmolder Bezirksregierung vorbereiten und im Herbst einreichen. Voraussichtlich im Februar 2019 können Eltern ihre Kinder an der Altenbekener Realschule anmelden. Bei einem Tag der offenen Tür im Herbst werden bereits Interessensbekundungen entgegengenommen.

Im Juni steht die Gründung des Trägervereins an. Er ist zukünftiger Arbeitgeber von Schulleitern, Lehrern und Schulmitarbeitern und zudem verantwortlich für die sachliche Ausstattung und rechtliche Vertretung der Schule, die Aufnahme von Schülern und die Finanzen. Während die Kosten für den eigentlichen Schulbetrieb zu 100 Prozent vom Land und der Gemeinde übernommen werden, entstehen dem Trägerverein neben allgemeinen Kosten für die Verwaltung auch Ausgaben für externe Beratungsleistungen, notwendige Versicherungen, Lehrerfortbildungen, Exkursionen und ähnliches.
Hier kommt der bereits im März gegründete Schulförderverein ins Spiel. Über Mitgliedsbeiträge und Spenden müssen diese Ausgaben gedeckt werden. Ab sofort können Interessierte passive Fördermitglieder werden und so die Schulgründung unterstützen. Mit einem Mindestbeitrag von 12 Euro pro Jahr ist das schon möglich. Gern darf es auch etwas mehr sein. Familien, Firmen und Vereine können passive Mitglieder im Schulförderverein werden. Mit Aufnahme des Schulbetriebs können Eltern, deren Kind die Realschule besucht, aktive Mitglieder im Förderverein werden. Das ist zwar nicht verpflichtend, aber ohne solidarische Unterstützung aller Eltern wird es nicht gehen, wie Nicole Starke, Fördervereinsvorsitzende betonte. Der Mindestbeitrag für ein Kind an der Schule beträgt zwanzig Euro im Monat, dreißig bei zwei oder mehr Kindern, die die Schule besuchen. „Das ist gut angelegtes Geld“, gibt sich Starke optimistisch, dass die Bereitschaft der Eltern zur Beteiligung hoch sein wird. „Gute Betreuung in Kindergärten und offenen Ganztagsschulen ist auch nicht zum Nulltarif zu bekommen. Unsere Kinder sollten es uns wert sein“. Der Förderverein werde nun verstärkt um Mitglieder und Spenden werben.
Weitere Informationen unter www.altenbeken-realschule.de.

Gemeinde Altenbeken
Bahnhofstraße 5a
33184 Altenbeken

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