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Altenbeken will Modellkommune werden

23.09.2020

Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Im Rahmen der REGIONALE 2022 werden sieben Modellprojekte für das Wohnen in Stadt und Land gesucht und Altenbeken will dabei sein.

Altenbekens Bürgermeister Hans Jürgen Wessels hat mit dem
Wohnpark Egge - LandQuartier der Zukunft“ jetzt eine Bewerbung eingereicht. Ziel ist die Entwicklung von neuen und beispielhaften Wohnmodellen, denn die Herausforderungen in den Städten und auf dem Land sind ganz unterschiedlich. Der Projektaufruf richtet sich dabei besonders an Projektträger mit Interesse an innovativen Lösungen. Angeboten wird eine umfassende Beratung bei der Projektentwicklung. Eine unabhängige Fachkommission wählt die erfolgversprechendsten Projektideen im Oktober 2020 aus. Im weiteren Prozess zum REGIONALE-Projekt begleiten und beraten das REGIONALE-Team gemeinsam mit dem Büro für Architektur- und Städtebau DeZwarteHond die ausgewählten Vorhaben. Die Projekte sollen bis 2022 in den Bau gehen oder fertig gestellt sein.

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Altenbekens Projektidee stützt sich im Wesentlichen auf ein Wohn-Vorhaben der Gemeinde, welches schon länger angestrebt und in den letzten Jahren in der Regel von einstimmigen oder fast einstimmigen Beschlüssen des Gemeinderates getragen wurde. Es soll beispielgebend für das Wohnen in ländlichen Räumen werden und berücksichtigen, dass es auch in 20, 30 und auch 40 Jahren noch den Wohnansprüchen genügen muss. Dabei bietet sich Altenbeken als Modellkommune besonders an, da sie weder Stadtrand noch Großstadtvorort ist und dennoch in gefühlter Nähe zu Paderborn liegt. Trotz ihres dörflichen Charakters besteht über den Altenbekener Bahnhof eine regelmäßige Taktung in die Landeshauptstädte Düsseldorf (RRX) und Hannover (S-Bahn) sowie per ICE nach München – Düsseldorf – Frankfurt.

Hier könnte der Wohnpark Egge, ein LandQuartier der Zukunft entstehen
Hier könnte der Wohnpark Egge, ein LandQuartier der Zukunft entstehen

Das für das Modellprojekt bereits in kommunaler Hand befindliche Gelände umfasst eine Fläche von fast einem Hektar und liegt zentral in der Ortsmitte. Das Gelände wird von der Beke durchzogen. Insbesondere die historische Hofstelle im nördlichen Teil bietet sich zum Erhalt und zur Gemeinschaftsnutzung an. Wohnangebote gibt es in Altenbeken überwiegend im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, so wie es typisch ist für ländliche Gemeinden. Zwar besteht auch ein Bedarf an Bauland, aber gerade für Singlehaushalte, nichtbauwillige Familien und insbesondere Senioren, denen das Wohnen in ihren Eigenheimen oftmals zu beschwerlich geworden ist, fehlt es an passenden Angeboten. Ein Projektschwerpunkt soll deshalb auf den Interessen dieser Zielgruppen liegen.

Für das seniorengerechte Wohnen würde sich als Ankerpunkt die Errichtung eines Mehrfamilienhauses auf der östlichen Fläche anbieten. Hier gibt es ja bereits fortgeschrittene Gespräche und eine geplante Zusammenarbeit mit dem DRK, das eine Tagespflege anbieten würde. Eine solche Einrichtung käme mit einem Geschoss aus, so dass weiterer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden könnte. Seniorengerechte Wohnungen sollten insbesondere an der Straße, die durch das Projektgelände geschaffen würden, liegen, da so die Fußwege zu örtlichen Infrastruktureinrichtungen sehr kurz gehalten werden. Im westlichen Teil sollten die stärker auf Singles und Familien ausgerichteten Angebote vorgehalten werden. Wenn man hier ein Geschoss niedriger baut, würden sich die Gebäude besser ins Umfeld integrieren und zudem für die Bewohner im östlichen Teil attraktivere Aussichten von ihren Balkonen ermöglichen. Natürlich sollten für die Bewohner des neuen LandQuartiers, aber auch anderer Bürger*innen zusätzliche Angebote geschaffen werden. So könnte der vorhandene Biergarten vergrößert und als Treffpunkt für Jung & Alt in idyllischer Lage und mit Versorgung durch die angrenzende Gaststätte und Bäckerei multifunktional genutzt werden. Hier ließe sich auch insgesamt ein neuer Ansatz für einen Quartierstreff schaffen, beispielsweise, wenn man die nicht mehr attraktive Stallung abbrechen und den Hof mit dem heutigen Biergartengelände verbinden würde. So ließe sich die Remise gut für wettergeschützte Aktivitäten nutzen und der der Innenhof ohne Stallung könnte zu einem Gemeinschaftsgarten entwickelt werden. Das Hauptgebäude der alten Hofstelle sollte einschließlich Scheune erhalten und für besondere Wohnformen oder Zwecke (z. B. Atelier) hergerichtet werden. Im gesamten Gelände des Wohnparks Egge verteilte Spiel-, Fitness- und Freizeitgeräte würden Verweilpunkte für alle Generationen bieten.
Das geplante Quartier sollte so konzipiert werden, dass Heizungswärme und Strombedarf, soweit wirtschaftlich vertretbar, vermieden und ansonsten regenerativ erzeugt wird. Dabei darf die lokal sehr ausgeprägte Windkraft durchaus eine Rolle spielen. Mobilitätsangebote sollten ebenso zukunftsgerichtet sein, neben diversen Lademöglichkeiten sollte es mindestens eine zentrale gesicherte Abstellanlage für Fahrräder, E-Bikes und Senioren-Elektromobile geben.

Das zuvor Beschriebene sind erste Ideen und Gedanken für ein LandQuartier der Zukunft in Altenbeken. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein und damit ein REGIONALE-Projekt werden, kann die Idee unter fachkundiger Begleitung reifen und für Investoren interessant werden. Damit dürfte die Chance auf Realisierung steigen. Drücken wir die Daumen.

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