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Gemeinschaftlich Wohnen mit allen Generationen

01.12.2021

Wie modernes Leben auf dem Land aussehen kann, erfuhren rund 50 Interessierte, die zur Bürgerversammlung ins Altenbekener Schulzentrum gekommen waren. Für die Planungen zum Wohnpark Egge gab‘s viel Beifall.

Stellten Planungen und Modell des Wohnpark Egge vor: Theodora Topliyski, Matthias Rottmann, Johannes Langer (alle Architekturbüro De Zwarte Hond) sowie Altenbekens Bürgermeister Matthias Möllers (v. l.)
Stellten Planungen und Modell des Wohnpark Egge vor: Theodora Topliyski, Matthias Rottmann, Johannes Langer (alle Architekturbüro De Zwarte Hond) sowie Altenbekens Bürgermeister Matthias Möllers (v. l.)

Planungen zum Wohnpark Egge in Altenbeken vorgestellt

In Altenbekens Ortszentrum an der Christian-Schütze-Straße soll ein Modellprojekt im Bereich Wohnen im Rahmen der REGIONALE 2022 realisiert werden. Das Büro für Architektur- und Städtebau De Zwarte Hond hat hier ein gemischtes Quartier mit Platz für Jung & Alt geplant. Auf dem rund 1,1 Hektar großen, idyllisch an der Beke gelegenen Gelände in Bahnhofsnähe, sollen bei Abriss der alten Hofstelle zwischen 50 und 60 Wohneinheiten entstehen. Die Hälfte der Kosten für die städtebauliche Rahmenplanung wurden von der Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ übernommen, die Siedlungsentwicklungen an Bahn-Haltepunkten fördert.

Rund 50 Interessierte zeigten sich beeindruckt von den vorgestellten Planungen, bei denen kleinere und größere Gebäude auf dem topografisch bewegten Gelände angeordnet werden, wodurch auch in Phasen gebaut werden kann. Die Architekten Matthias Rottmann und Johannes Langer erläuterten die vielfältigen Möglichkeiten für ein gemeinschaftliches Wohnen mit mehreren Generationen. Dabei sieht der Planungsentwurf drei Wohnformen vor: Patio-Wohnungen, Mehrgenerationenhäuser und eine Senioren-WG.

Das Besondere der 14 Patio-Wohnungen: sie ähneln einem Reihen-Einfamilienhaus, haben einen privaten Hofbereich und das Schlafzimmer befindet sich im Erdgeschoss, so dass tägliches Treppensteigen entfällt. In den drei geplanten Mehrgenerationenhäusern mit je acht eigenen Wohnungen und Gemeinschaftsbereichen können viele Generationen unter einem Dach leben. Gut 20 Seniorenapartments bilden schließlich die Senioren-WG mit Tiefgarage. Dabei sind auf einer Ebene eine Pflegewohngemeinschaft für ca. 10 Personen mit Tagespflege vorgesehen und in der Etage darüber Wohnungen für Menschen, die bei Bedarf einzelne Dienstleistungen hinzubuchen können. In einer Senioren-WG wohnen mehrere Senioren in einer gemeinsamen Wohnung zusammen. Jeder Mitbewohner verfügt über ein eigenes Zimmer mit Bad - weitere Räume wie Küche, Ess- und Wohnzimmer werden gemeinsam genutzt.

Treffpunkt für Jung & Alt soll der zentral gelegene Quartiersplatz werden. Ein Gemeinschaftsgarten, Kräuter-Hochbeete und ein Spielplatz sind ebenso geplant wie ausreichend PKW-Stellplätze an drei dezentralen Stellen im Gelände. Bei Erhalt der alten Hofstelle würden ca. 48 Wohneinheiten entstehen.

Viele Besucher, die sich im Anschluss zu Wort meldeten, lobten die Planungen und betonten, wie wichtig seniorengerechte Wohnungsangebote für die Gemeinde seien. Vielen sei das eigene Haus zu beschwerlich geworden, ein Umzug in eine seniorengerechte Wohnung mit Aufzug eine echte Alternative. Leider seien alle vorherigen Planungen dazu erfolglos geblieben. Etliche Besucher hätten sich am liebsten sofort für den Kauf einer Wohnung entschieden. Hier musste Bürgermeister Matthias Möllers allerdings die Euphorie ein wenig bremsen. „Die Mehrheit der hier Anwesenden scheint die Planungen zu befürworten. Das ist ein wichtiges Signal auch für den Gemeinderat, der den Planungen zustimmen muss. Es wird aber gut drei Jahre dauern um die Rahmenplanung abzuschließen, den Bebauungsplan zu ändern und einen oder mehrere Investoren zu suchen“.

Je zur Hälfte wünschten sich die Anwesenden seniorengerechte Wohnungen zum Kauf bzw. zur Miete. Natürlich war dabei die Frage nach den Kosten von großem Interesse. Nach den Vorstellungen von Bürgermeister Möllers sollte der Verkauf des eigenen Hauses den Neuerwerb einer Wohnung möglich machen. Eine Zuhörerin gab zu bedenken, dass nicht jeder in der Lage sei, eine erhöhte Miete zu zahlen. Hierzu unterstrich Caritas-Mitarbeiterin und Sozial-raumberaterin Astrid Fernhomberg-Hennemann die Bedeutung der geplanten Senioren-Wohngemeinschaft.

Ob vorhandene Gebäude auf dem Gelände eine Nachnutzung erhalten, hängt wohl von der Wirtschaftlichkeit ab. So könnte das alte Hofgebäude für Gemeinschaftsräume genutzt werden. Nicht nur für potenzielle Bewohner, auch für Anwohner war das von den Planern mitgebrachte Modell zum Wohnpark Egge von großem Interesse. Das steht jetzt im Rathaus und kann nach vorheriger Terminabsprache (Tel. 05255-120064) unter Einhaltung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) besichtigt werden.

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