18. Juni 2026
Nicht warten, bis die Not groß ist

Sozialraumberatung in Altenbeken bietet frühzeitige Hilfe und offene Ohren
Wer Unterstützung im Alltag benötigt, muss nicht erst auf einen Pflegegrad warten. Genau hier setzt die Sozialraumberatung in Altenbeken an. Das Angebot ist Teil eines Projekts des Kreises Paderborn und wird von der Caritas umgesetzt. Es informiert, vermittelt und begleitet ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und deren Angehörige – kostenlos, wohnortnah und unabhängig von bestimmten Trägern.
Seit Oktober 2025 ist Frau Brümmer erste Ansprechpartnerin für die Bürgerinnen und Bürger unter anderem in Altenbeken, Buke und Schwaney. Ihre Aufgabe beschreibt sie unkompliziert: „Man kann mich nicht falsch kontaktieren.“ Wer Fragen hat, unsicher ist oder einfach wissen möchte, welche Hilfen es vor Ort gibt, sei bei ihr richtig. „Ich bin offen und flexibel“, sagt sie. Bei Bedarf komme sie auch zu den Menschen nach Hause.
Die Sozialraumberatung versteht sich als niedrigschwelliges Angebot. Sie informiert über Möglichkeiten der sozialen Teilhabe – von Sport- und Kulturangeboten bis hin zu Begegnungstreffs. Ebenso vermittelt sie Kontakte zu Entlastungs- und Betreuungsdiensten, Hauswirtschaftshilfen oder ehrenamtlichen Unterstützungsangeboten. Auch bei psychosozialen Problemen, etwa wenn Einsamkeit zur Belastung wird, können begleitende Gespräche oder passende Hilfen vermittelt werden. Wer einfach jemanden zum Reden braucht oder sich in einer belastenden Lebenssituation Unterstützung wünscht, findet bei Frau Brümmer ebenfalls ein offenes Ohr. Auch mit den Ortsvorstehern habe sie bereits Kontakt aufgenommen und Kennenlerntermine vereinbart.
Die Anliegen, mit denen sich Menschen an die Sozialraumberaterin wenden, sind vielfältig. Sie reichen von der Suche nach Unterstützung beim Rasenmähen bis hin zur Organisation von Fahrdiensten, etwa für Arzttermine in Paderborn. Gerade im vergangenen Winter seien zudem besonders viele Anfragen zum Schneeschippen eingegangen. „Wir hatten aber auch viel Schnee“, berichtet Frau Brümmer mit einem Kopfnicken.
Auch rund um das Thema Pflege ist die Sozialraumberatung eine wichtige Anlaufstelle. Frau Brümmer berät dazu, wann und unter welchen Voraussetzungen es sinnvoll sein kann, einen Pflegegrad zu beantragen. Wichtig sei dabei vor allem, sich frühzeitig zu informieren und die nächsten Schritte gut vorzubereiten.
„Nicht zu spät melden. Lieber früh informieren, bevor man später bereut, es nicht getan zu haben“, lautet ihr Appell. Wer sich rechtzeitig beraten lasse, habe im Bedarfsfall bereits Ansprechpartner und Wege der Unterstützung gefunden. „Wir bauen Brücken“, sagt sie. „Wenn man früh genug im System ist, ist man bekannt, wenn Hilfe dann wirklich nötig ist. Man muss nicht alles alleine machen und schaffen.“
Die Beratung erfolgt neutral und unabhängig. Wer konkrete Fragen zur Pflege hat, wird an die zuständigen Fachkräfte der Pflegeberatung weitervermittelt.
Um das Angebot noch bekannter zu machen, sind künftig regelmäßige Beiträge im Egge-Rundblick geplant. Unter dem Titel „Sozialberatung on Tour“ möchte Frau Brümmer Einblicke in ihre Arbeit geben und aufzeigen, welche Unterstützungsangebote es in der Region gibt.
Darüber hinaus werden zu den verschiedensten Themen kostenlose Vorträge angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Willkommen ist jeder, der sich informieren, Fragen stellen oder neue Impulse mitnehmen möchte.
Kontakt zur Sozialraumberatung Altenbeken
Die offene Sprechstunde findet dienstags von 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung statt.
Wo? Bonhoeffer-Haus, Eichendorffstraße 9
Telefon: 0171 1782572
