Starkregen verstehen – Risiken erkennen, richtig handeln
Starkregen nimmt auch in Altenbeken spürbar zu – mit Folgen für Häuser, Straßen und Infrastruktur. Innerhalb kürzester Zeit können große Wassermengen zu Überflutungen führen.
Aufgrund dieser Entwicklung hat die Gemeinde Altenbeken das gesamte Gemeindegebiet gezielt untersuchen lassen. Die hier veröffentlichten Karten gehen dabei deutlich über allgemein verfügbare Starkregen-Risikokarten hinaus: Sie basieren nicht auf pauschalen Annahmen, sondern auf konkret erhobenen Daten vor Ort. So wurden beispielsweise Durchlässe, Kanäle sowie Querungen unter Bahndämmen und Brücken vermessen und realitätsnah in die Berechnungen einbezogen.
Die Darstellungen zeigen somit belastbare Szenarien und machen sichtbar, wo sich Wasser tatsächlich sammeln und Schäden entstehen können.
Was bedeutet eigentlich Starkregen?
Starkregen bedeutet: In kurzer Zeit fällt sehr viel Regen. Das Problem ist nicht die Gesamtmenge, sondern die Geschwindigkeit. Boden und Kanalisation können das Wasser nicht schnell genug aufnehmen – es fließt oberirdisch ab und sammelt sich in Senken.
Dabei kommt ein entscheidender Effekt hinzu: Wasser hält sich bei Starkregen nicht zwingend an bekannte oder „geplante“ Wege. Es sucht sich immer den schnellsten Abflussweg – unabhängig von Straßen, Gräben oder Bachläufen.
So kann Wasser aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Gemeindegebiets zeitversetzt, aber auch überraschend schnell in die Gewässer gelangen. Treffen dort – etwa im Ellerbach oder in der Beke – viele Wassermengen gleichzeitig ein, kann es rasch zu Überlastungen kommen.
Die Starkregengefahrenkarten der Gemeinde Altenbeken zeigen, wie sich Wasser im Gemeindegebiet ausbreitet und wo es kritisch werden kann. Grundlage sind zwei Szenarien:
- 100-jährlicher Starkregen (ca. 40 l/m² in 1 Stunde)
- extremer Starkregen (ca. 90 l/m² in 1 Stunde)
Entscheidend ist die kurze Zeit: Was über einen längeren Zeitraum verteilt harmlos wäre, kann in kurzer Zeit zu Überflutungen führen.

Die Gemeinde Altenbeken arbeitet derzeit noch an Lösungen zur Optimierung der Darstellungsversionen der Starkregenkarten. Diese sollen die Karten künftig übersichtlicher und nutzerfreundlicher machen. Vor einer Veröffentlichung müssen die überarbeiteten Versionen jedoch zunächst mit weiteren beteiligten Behörden, insbesondere dem Kreis Paderborn, abgestimmt werden.
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