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Privatschulplanungen werden konkreter

12.03.2018

Altenbeken dank engagierter Eltern auf dem Weg zu privater Realschule

In einer Absichtserklärung hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung festgehalten, dass der Bürgermeister die beabsichtigte Gründung einer privaten Realschule im gesetzlich erlaubten Umfang nach Kräften unterstützen solle. Dafür werde man Prioritätsentscheidungen zugunsten der Schulentwicklung mittragen, Finanzmittel bereitstellen und Beschlüsse zu anderen freiwilligen Leistungen hintenanstellen. Damit reagierte der Rat auf die jüngsten Entwicklungen, wonach eine vielversprechende Gründungsinitiative auf eine Verwirklichung der Schulplanungen hoffen lässt.

Diese nehmen tatsächlich immer mehr Gestalt an. So haben sich engagierte Eltern in den vergangenen drei Monaten regelmäßig in zwei Gruppen getroffen, um die Gründung einer privaten Realschule voranzutreiben. Eine Gruppe beschäftigt sich mit der zukünftigen Schulträgerschaft. Die soll ein privater Schulträgerverein übernehmen. Das so etwas funktionieren kann sieht man beispielsweise in Rüthen, wo Eltern ebenfalls vor einigen Jahren eine private Schule gegründet haben und seitdem erfolgreich führen. „Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler unsere Realschule besuchen können, egal welche Grundschulempfehlung sie erhalten haben,“, erläutert Ingo Kröger, Sprecher des zukünftigen Trägervereins, die geplante Ausrichtung der Schule. Genauer gesagt soll es eine »Realschule plus« werden, an der neben dem „normalen“ Realschulabschluss auch der mit Qualifikations-Vermerk erworben werden kann, um anschließend an einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg Abitur zu machen.
Kröger, zweifacher Vater und selbst Lehrer in Schloß Neuhaus, erklärt das Plus der zukünftigen Schule. „Kinder, die die Erprobungsstufe nicht mit einer Versetzung in die Klasse 7 der Realschule abschließen können, sollen unsere Schule und auch ihre Klasse nicht verlassen müssen. In ihrem gewohnten schulischen Umfeld werden sie weiter im „Bildungsgang Hauptschule“ unterrichtet, um sie auf einen Hauptschulabschluss oder doch den Mittleren Schulabschluss vorzubereiten.

Sprecher der Schul-Gründungsinitiative Ingo Kröger und Nicole Starke
Sprecher der Schul-Gründungsinitiative Ingo Kröger und Nicole Starke

Die zweite Elterngruppe hat gerade erst den „Schulförderverein Altenbeken“ gegründet. Dessen 1. Vorsitzende Nicole Starke ist zuversichtlich, die ersten Schülerinnen und Schüler im Sommer 2019 begrüßen zu können. „Wir wollen die Realschule nach Kräften unterstützen und z. B. bei der Anschaffung von Lehr- und Freizeitmaterial, Projekten, Exkursionen oder Arbeitsgemeinschaften helfen“, so die zweifache Mutter, hauptberuflich Erzieherin. „Mit freiwilligen Elternbeiträgen und eingeworbenen Spendengeldern wollen wir aber vor allem den Trägerverein im laufenden Schulbetrieb unterstützen“, so Nicole Starke.

In vielen Bereichen wird die geplante Realschule einer staatlichen Schule gleichgestellt sein. Mit dem Schulbesuch erfüllen alle Kinder die gesetzliche Schulpflicht und die hier erworbenen Abschlüsse sind gleichwertig mit denen staatlicher Schulen. Anders als an staatlichen Schulen sind Privatschulen aber nicht an Mindestschülerzahlen gebunden.

Eltern müssen für den Schulbesuch ihrer Kinder kein Schulgeld zahlen. Es gibt einen Landeszuschuss von max. 94 Prozent der Kosten einer vergleichbaren öffentlichen Schule (Personal- und Sachkosten). Der 6-prozentige Eigenanteil kann über einen Zuschuss der Gemeinde aufgebracht werden. Gleichwohl erwarte man, dass Eltern, deren Kinder die Schule besuchen, aktive Mitglieder im Förderverein werden. „Wir setzen auf angemessene Mitgliedsbeiträge und tatkräftige Mitarbeit im außerschulischen Bereich“, unterstreicht Nicole Starke.

Am 22. März informieren Ingo Kröger und Nicole Starke zusammen mit ihren Mitstreitern ab 19 Uhr in der Schulaula am Gardeweg über die weiteren Schritte. Eingeladen sind interessierte Eltern, Lehrer und Bürger.

Gemeinde Altenbeken
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