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Umwelt

Saubere Luft, gesunde Böden oder schonender Umgang mit Ressourcen - die Handlungsmöglichkeiten für Kommunen sind vielfältig. Auch die Gemeinde Altenbeken engagiert sich seit Jahren im Umwelt- und Klimaschutz. Beispielsweise durch Gewässermaßnahmen oder den Einsatz von Heißschaum zur Unkrautbekämfung auf öffentlichen Flächen, durch die Anlage von Blühflächen oder das Engagement im Naturschutz. Wir wollen schon unsere Jüngsten in Sachen Nachhaltigkeit fit machen und bieten mit Waldkindergarten und Naturparkschule beste Voraussetzungen dafür.

Wald und Holz
 

Ausgleichsflächen gesucht

Für die Entwicklung von neuen Baulandflächen muss die Gemeinde im jeweiligen Bauleitverfahren einen Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft vornehmen. Wenn ein solcher Ausgleich im betreffenden Baugebiet nicht möglich ist, soll er möglichst innerhalb des Gemeindegebietes ausgeglichen werden. Dazu benötigt die Gemeinde entsprechende landwirtschaftliche Grün- oder Ackerlandflächen.

Sind Sie Eigentümer solcher Flächen und möchten diese veräußern? Dann freuen wir uns über Ihre Rückmeldung.

Ansprechpartnerin

  • Frau Dagmar Wiechers

    Sachbearbeitung Bauamt: Liegenschaften, Kinderspielplätze

    Bahnhofstraße 5a, Erdgeschoss Zi. E633184 AltenbekenTel. 05255 1200-62Fax 05255 1200-69

Blühflächen und Insektenschutz

Imker und Naturschützer schlagen Alarm – der Rückgang an Insekten, insbesondere von Schmetterlingen, Honig- und Wildbienen ist besorgniserregend. Allein von den 364 in NRW heimischen Wildbienenarten sind nach Angaben des Informationszentrums für die Landwirtschaft Proplanta bereits 45 Arten ausgestorben. Dabei haben alle blütenbestäubenden Insekten eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Was wir tun? Seit 2015 setzt die Gemeinde in Sachen Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Grünflächen zunehmend auf das rein biologische Heißwasserschaumverfahren. Im Herbst 2017 wurden erstmals 29.000 Blumenzwiebeln in Altenbeken, Buke und Schwaney gepflanzt, im Herbst 2018 kamen noch einmal 6.000 Zwiebeln dazu. Die Gemeinde Altenbeken ist zudem seit 2018 Partner des kreisübergreifenden Blütensamen-Projektes „Blühende Landschaften“. Hierbei werden Samentüten mit einer einjährigen, von Bienen besonders bevorzugten Sommerblumenmischung an Interessierte ausgegeben. Ende April gibt’s diese wieder kostenlos im Rathaus.
Öffentliche Flächen bieten sich als Nahrungsgrundlage und Lebensraum für Blüten besuchende Insekten geradezu an. Verkehrsinseln und „Straßenbegleitgrün“, Straßenränder und Böschungen bieten ein riesiges Potenzial an wertvollsten Naturschutzflächen. Diese Flächen können so gestaltet werden, dass sie attraktiv für Menschen und Insekten sind, eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und ökologisch wertvoll sind. Und dass mit einem möglichst effektiven und dadurch geringeren Pflegeaufwand und sogar geringeren Kosten als bisher.
Die Verwaltung hat sich in Frage kommende Flächen in Altenbeken, Buke und Schwaney auch insbesondere vor dem Hintergrund der Arbeitseffizienz angeschaut. Gerade im Sommer entstehen hohe Arbeitsspitzen bei den Bauhofmitarbeitern, denn die zu mähenden Flächen sind groß und vielfältig. Manche Grünstreifen sind schmal oder mit effizienten Geräten nicht erreichbar, weshalb ein hoher personeller Aufwand bei der Handbearbeitung nötig wird. So wurden in einem ersten Schritt in Altenbeken ca. 2.600 m², in Buke und Schwaney je 1.600 m² öffentliche Grünflächen ermittelt, die zu Blühstreifen umgewandelt wurden. Für die Ansaat wurde eine regionaltypische mehrjährige Mischung verwendet, die zusammen mit dem Netzwerk Blühende Landschaften entwickelt wurde. Auch die bisweilen unansehnlichen Böschungen am Eingangsbereich zum Altenbekener Bahnhof wurden umgewandelt.

Tipp Wer in seinem Garten mal in einem Bereich gar nichts tut und „wilde“ Ecken entstehen lässt, in denen Natur sich selbst überlassen bleibt, der bietet wertvolle Flächen für die Pflanzenvielfalt und damit auch für Insekten und andere Lebewesen.

Blühende Böschung am Bahnhof Altenbeken 
Blühende Böschung am Bahnhof Altenbeken
Flower Tower am Schwaneyer Friedhof 
Flower Tower am Schwaneyer Friedhof
 

Gewässerschutz und Wasserrahmenrichtlinie

Gewässer sollen wieder zu Lebensadern der Natur werden, mit vielfältigen Lebensbedingungen für Fische, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen. Dieses hat sich Europa zur Aufgabe gemacht. Mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie wurde die Renaturierung von heimischen Bächen und Flüssen zu einer Pflichtaufgabe für alle Kommunen. 

In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde in den Ortsteilen Schwaney und Altenbeken richtungsweisende Gewässermaßnahmen durchgeführt. 

Im Ortsteil Schwaney der Gemeinde Altenbeken treffen drei Gewässer aufeinander. Im Jahr 1965 wurde der ganze tief liegende Ortskern überschwemmt, 1998 ein zweites Mal. Enge Bebauung und unsachgemäße Einbauten führten zu einer schwachen Abflussleistung. Durch Aufweitung des Gewässerquerschnitts und Abbruch von Fließhindernissen wurden die Wasserspiegel soweit abgesenkt, dass ein hundertjährliches Hochwasser schadlos abgeführt werden kann. Baufällige Ufermauern wurden saniert bzw. erneuert, um diesen Zustand dauerhaft zu erhalten. Nach Baubeginn im November 2008 wurde eine Gewässerstrecke von ca. 1.200 m bearbeitet, rund 9.000 m³ Boden sind bewegt worden. Die durch die Maßnahme betroffenen Schwaneyer Gewässer wurden im Sinne der EG- Wasserrahmenrichtlinie entwickelt, die einen umfassenden, wirksamen Gewässerschutz zum Nutzen und Wohle von Mensch und Natur vorsieht.
Für die Gewässermaßnahme in Schwaney hat die Gemeinde eine hohe Auszeichnung im Rahmen des Gewässerentwicklungspreises 2013 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) erhalten. Mit einer Belobigung bescheinigt die DWA der Gewässermaßnahme an Ellerbach, Rotenbach und Salenkruke eine Vorbildfunktion für Maßnahmen, die sowohl Vorteile für die Gewässerstruktur und damit für die Lebensgrundlage von typischen Lebensgemeinschaften an Bächen als auch für den Hochwasserschutz bringen.

Der Rotenbach in Schwaney vor der Gewässermaßnahme
Der Rotenbach in Schwaney vor der Gewässermaßnahme
Der Rotenbach im Jahr 2010 nach Abschluss der Gewässermaßnahme
Der Rotenbach im Jahr 2010 nach Abschluss der Gewässermaßnahme
 

Dass die normalerweise beschaulich dahin plätschernde Beke im Ortskern Altenbekens zu einem reißenden Fluss werden kann, mag mancher Betrachter kaum glauben. Die Bilder vom Jahrhunderthochwasser 1932 liefern allerdings den Beweis. Die im Jahr 2013 abgeschlossene Renaturierung der Beke soll nun vor Hochwasser schützen und zudem ihre naturnahe Gewässerstruktur zurück erhalten. Dabei wurde dem Fluss auf einer Länge von 600 Metern „Raum gegeben“, um sich zu entwickeln. Ruhe- und Strömungszonen in der Beke wechseln sich ab, Mäandrierungen, also Flussschleifen werten den ehemals begradigten Bachlauf auf. Konnten vor der Maßnahme maximal 8 bis 10 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abfließen, sind es jetzt 16 Kubikmeter.

In Altenbeken wurde zudem der Kuhlbornbach ausgebaut. Mit dieser Maßnahme wurde eine Engstelle im Kuhlbornbach beseitigt, damit ein ungehinderter Wasserabfluss aus dem Siedlungsbereich „Auf dem Brande“ gewährleistet werden konnte. 

Beke-Hochwasser im Jahr 1932
Beke-Hochwasser im Jahr 1932
Abschluss der Bekesanierung im Jahr 2012
Abschluss der Bekesanierung im Jahr 2012
 

Lärmschutz

Der Lärmaktionsplan ist ein Werkzeug zur Bewertung der Lärmsituation an Schienenwegen und bei der Planung von Lärmschutzmaßnahmen. Er enthält Ziele und Strategien zur Lärmminderung. Das Eisenbahn-Bundesamt hat den aktuellen Lärmaktionsplan an Haupteisenbahnstrecken des Bundes am 18. Juni 2018 veröffentlicht. 

Naturschutz

Die große ökologische Bedeutung der weitläufigen Naturlandschaften um Altenbeken ist offensichtlich. Die Sicherung dieser biologischen Vielfalt für nachfolgende Generationen ist eine wichtige Aufgabe unserer Zeit, denn nur wer den Schatz vor seiner Tür kennt, weiß um seinen Wert, deshalb sind Besucher ausdrücklich erwünscht. Gemeinsam mit der Senne und dem Teutoburger Wald ist das nördliche Eggegebirge einer von insgesamt 30 in Deutschland liegenden „Hotspots der biologischen Vielfalt“, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgemacht wurden. Das sind Regionen in Deutschland mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräumen.

Altenbeken ist die waldreichste Kommune im Kreis Paderborn - 55 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet. Bislang bestehenden zwei Naturschutzgebiete auf dem Gebiet der Gemeinde Altenbeken, nämlich Egge-Nord und Stollen am großen Viadukt. Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist (§ 23 BNatSchG).

Wilde Natur - Naturschätze
 

Das 2.600 Hektar große Waldnaturschutzgebiet Egge-Nord - das Buchenwald-Naturerbe in Ostwestfalen-Lippe - liegt im Norden des Eggegebirges und umfasst Flächen aus den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe. Auf rund 600 Hektar wurde die Bewirtschaftung zugunsten von Forschungen eingestellt und so verwandelt sich der Wald ganz allmählich zurück in den ursprünglichen Buchen-Urwald, der hier einst heimisch war. Dieser Naturerbe-Wald ist Teil der landesweiten Wildnis-Strategie, mit der NRW einen wertvollen Beitrag zum bundesweit wie international verfolgten "Wildnis-Ziel" beiträgt. Nach und nach entsteht hier ein Urwald von morgen. Bäume dürfen altern und zerfallen, Wald darf ohne menschliches Handeln neu entstehen. Gemeinsam mit der Senne und dem Teutoburger Wald ist das nördliche Eggegebirge zudem einer von insgesamt 30 in Deutschland liegenden Hotspots der biologischen Vielfalt, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ermittelt wurden. Das sind Regionen in Deutschland mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräumen, unsere Schatzkästchen der Natur.

Besucher sind im Naturerbe-Wald ausdrücklich willkommen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Naturschutzgebiet Stollen am großen Viadukt westlich von Altenbeken hat eine Größe von 1,9 Hektar. Der Stollen und sein näheres Umfeld wurde 2002 als Naturschutzgebiet zur Erhaltung und Entwicklung einer landesweit bedeutsamen Lebensstätte seltener und gefährdeter Fledermäuse ausgewiesen. Der Stollen ist gesperrt und für Besucher nicht zugänglich.

Derzeit wird für Altenbeken ein neuer Landschaftsplan aufgestellt. Landschaftspläne sind das zentrale Instrument des Naturschutzes und der Landschaftspflege und für das gesamte Kreisgebiet aufzustellen. Der Landschaftsplan Altenbeken gilt im gesamten baulichen Außenbereich der Gemeinde. Nicht mit eingeschlossen sind zusammenhängende, bebaute Ortsteile. Durch den Landschaftsplan erfolgt z. B. die grundlegende Überarbeitung der jetzigen Abgrenzung des Landschaftsschutzgebietes „Naturpark“, die für Altenbeken noch aus dem Jahr 1972 stammt. Informationen zum Verfahrensstand finden Sie hier.

Umweltbildung

In der spielerischen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und dem sozialen Umfeld erwerben Kinder bereits in Kita und Grundschule erste Kenntnisse über soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge.

Waldkindergarten

Zum Kindergartenjahr 2017/18 ist die Gemeinde Altenbeken im Bereich Kinderbetreuung neue Wege gegangen. Nach einer erfolgreichen Erprobungsphase am Buker Reelsberg mit provisorischer Unterbringung der "Waldkinder" in Wohncontainern hat die Gemeinde einen viergruppigen Waldkindergarten bebaut, der im August 2020 bezogen werden konnte.
Kontakt

Naturpark-Schule

Seit 2016 ist die Gemeinschaftsgrundschule Egge in Altenbeken Naturpark-Schule im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Die Schule verpflichtet sich, spezielle Naturpark- und Umweltbildungsthemen regelmäßig im Unterricht zu verankern und den Kindern viele reale Erlebnisse durch abwechslungsreiche, geführte Ausflüge innerhalb des Naturparks zu ermöglichen. Durch die Zusammenarbeit mit der Schule werden wichtige Themen aus der Naturpark-Region wie Natur und Landschaft, Kultur und Handwerk sowie Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Unterricht, auf Exkursionen oder in Projekttagen behandelt.
Kontakt

Ranger

Ranger vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW übernehmen vielfältige Aufgaben: Sie sind in der Umweltbildung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen tätig, sind Ansprechperson für Wanderer und Erholungssuchende und unterhalten die Wegeinfrastruktur sowie einzelne Erholungseinrichtungen. Im Naturerbe-Wald um Altenbeken ist Ranger Carsten Wietfeld tätig. 
Infos und Kontakt zum Ranger

Umweltschonende Unkrautbekämpfung

Heißwasser statt chemischer Keule: Michael Grün aus Altenbeken bietet die thermische Wildkrautbekämpfung inzwischen europaweit an
Heißwasser statt chemischer Keule: Michael Grün aus Altenbeken bietet die thermische Wildkrautbekämpfung inzwischen europaweit an

Seit einigen Jahren setzt die Gemeinde Altenbeken auf Friedhöfen und öffentlichen Plätzen ein umweltschonendes Verfahren zur Unkrautbekämfung ein. 

Beim herbizidfreien Heißschaum-Verfahren sorgt heißes Wasser (96 °C) dafür, dass die überirdischen Pflanzenteile sowie die oberen Teile der Wurzeln absterben. Der rein biologische Schaum isoliert und garantiert eine effektive Wärmeausnutzung. Die behandelten Pflanzen welken sofort und sterben nach wenigen Tagen oberirdisch ab. Durch wiederholte Behandlungen ist bei mehrjährigen Unkräutern auch eine Wurzelwirkung gegeben.

 
Viadukt Wanderweg
Logo Viadukt Radweg
Naturerbe Wanderwelt
 

Gemeinde Altenbeken
Bahnhofstraße 5a
33184 Altenbeken

Telefon 05255 1200-0
Telefax 05255 1200-33
E-Mail nfltnbknd

 
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