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Energie

Die effiziente Nutzung von Energie schont nicht nur die Rohstoffreserven, sondern gleichermaßen Umwelt und Klima. Entscheidende Bedeutung kommt dabei dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Entwicklung von Alternativen zur fossilen Energieversorgung zu. 
Kommunen können erheblich zum Gelingen der Energiewende beitragen und Maßnahmen zur Einsparung von fossiler Energie und Kosten ergreifen. Altenbeken hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen.

Windkraftanlagen in Altenbeken
 

Bauhof

Im Jahr 2010 ist auf einem knapp 6.500 qm großen Areal im Gewerbegebiet Buke ein moderner und zweckmäßiger Bau- und Betriebshof entstanden. Neben der sachgerechten Unterbringung des Fahrzeug- und Maschinenparks, der Geräte und Materialien überzeugt vor allem ökologischen Ansatz des Bauhofskonzeptes.

 

Durch den Einsatz einer Holzhackschnitzelheizung, Solarthermie und Photovoltaik werden jährlich ca. 20.000 Euro eingespart. Der Brennstoff für die Heizung steht kostenlos zur Verfügung, verwendet werden Hackschnitzel, die  bei Rodungsarbeiten anfallen. Das »Energie plus Haus« pustet jährlich etwa 20 Tonnen weniger CO2 in die Luft, als ein vergleichbarer mit einem modernen Gasbrennwertkessel ausgestatteter Bauhof. Bilanziell ist dieser Bauhof übers Jahr sogar klimaneutral.

Beleuchtung

In Altenbeken strahlen seit 2017 rund 1.000 Straßenleuchten heller und sparsamer, denn der kommunale Energiedienstleister Westfalen Weser Netz hat zwei Drittel der Leuchten mit neuen LED-Leuchtenköpfen ausgerüstet. Die Leuchten selbst sind 20- und 40-Watt stark und mit sehr langlebigen LED ausgestattet, die eine Lichtfarbe zwischen 2.700 und 5.000 Lumen haben. Der große Vorteil der neuen Technik für die Gemeinde ist die immense Energieeinsparung. Der Verbrauch wurde um bis zu 80% gesenkt, wodurch rund 170.000 kWh Strom im Jahr eingespart werden. 
In Altenbeken leuchten die Laternen nunmehr ab Beginn der Dämmerung mit voller Kraft. Von 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr wird auf 50 Prozent Leistung heruntergeregelt, sozusagen gedimmt wie im heimischen Wohnzimmer. So gibt es immer noch genügend Licht in der Dunkelheit und trotzdem wird viel Energie gespart. 

In einem Pilotprojekt wurden Ende 2018 zwei Solarleuchten entlang eines Fußweges installiert. Der Gehweg befindet sich am Rande eines Wohngebietes, führt zu einem Spielplatz und ist eine Abkürzung für den Schulweg zur naheliegenden Grundschule. Die schnell installierten Solarleuchten haben den entscheidenden Vorteil, dass sie nicht an das Stromnetz angebunden werden müssen. Mittels eines Montage-Dumpers wird ein Schraubfundament in den Boden eingebracht, auf den dann der Edelstahl-Mast mit Leuchte und PV-Modul gesteckt wird. In die Leuchte auf 4,5 m Höhe ist ein Lichtsensor integriert, der sie bei Dunkelheit ein- und morgens wieder ausschaltet. Akku und LED sind so aufeinander abgestimmt, dass auch bei trübem Wetter im Winter genügend Energie gespeichert wird, um ausreichend Licht auf dem Weg sicherzustellen. Die LED benötigen nur 4,8 W bei einer Lichtstärke von etwa 8 lux.

Blockheizkraftwerk

Seit 2010 versorgt ein kleines BHKW mit einer Leistung von 4,7 Kilowatt elektrischer und 12,5 kW thermischer Wärme gemeinsam mit einem großen Kraftwerk das Altenbekener Schulzentrum. Ein Blockheizkraftwerk ist kaum größer als ein herkömmlicher Heizkessel. Trotzdem liefert es neben der Wärme noch preiswerten Strom. Strom und Wärme gleichzeitig in einem BHKW erzeugt, spart Brennstoff und entlastet die Umwelt. Der Verbrennungsmotor treibt dabei einen Generator an und erzeugt elektrischen Strom. Die Abwärme, welche im Motorblock anfällt (Kühlwasser, Öl) wird über einen Wärmetauscher zur Heizwassererwärmung verwendet.

Die kleine Anlage ist ganzjährig in Betrieb, die erzeugte Wärme wird in der Sommerzeit hauptsächlich vom Hallenbad abgenommen. Über das Jahr gesehen erzeugt das kleine BHKW ca. 36.096 kWh elektrische und 96.000 kWh thermische Leistung. Die große Anlage mit einer Kapazität von 70 kW elektrischer und 109 kW thermischer Energie ist nur 7,6 Monate in Betrieb sein und sorgt auch in der kalten Jahreszeit für angenehme Temperaturen in Hallenbad, Sporthalle und Schulgebäuden.

Energieberatung

Energieberichte

Gebäudeanalyse

Schon in der Vergangenheit hat die Gemeinde Altenbeken Wert auf Klimaschutz gelegt. Ein Blockheizkraftwerk sorgt beispielsweise für eine besonders umweltfreundliche Energiegewinnung für Schulzentrum, Sporthalle und Eggebad und für die energetische Sanierung der damaligen Haupt- und heutigen Realschule haben wir sogar einen Preis bekommen. Der Bauhof wurde von Anfang an so konzipiert, dass er bilanziell übers Jahr ohne fossile Brennstoffe auskommt und es gäbe noch eine Reihe weiterer Beispiele. Dennoch, wir dürfen auf diesem Weg nicht stehenbleiben und so hat der Gemeinderat jetzt den Vorschlag der Verwaltung angenommen und die Umsetzung einer energetischen Gebäudeanalyse beschlossen. Los geht’s mit dem Altenbekener Schulzentrum, je nach Haushaltslage sollen weitere Gebäude in den kommenden Jahren folgen.

Aktuell betreibt die Gemeinde 29 Gebäude mit entsprechenden Zählpunkten für die unterschiedlichsten Energieformen. Als Basis für zukünftige Sanierungsentscheidungen ist es erforderlich, die Gebäude zu analysieren und so Grundlagen für Investitionsentscheidungen zu ermitteln. Angedacht ist eine geförderte Energieberatung zur Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für Nichtwohngebäude, entweder in Form eines Sanierungsfahrplans oder einer umfassenden sofortigen Sanierung.

Der Eigenanteil der Gemeinde für eine vollständige gutachterliche Analyse des kopletten Schulzentrums (vier Gebäude) beträgt rund 9.000 Euro. In wenigen Jahren könnten die Kosten durch Einsparungen im Energiebereich ausgeglichen werden. Zudem wird es voraussichtlich zu relevanten CO2-Einsparungen kommen und damit zum Klimaschutz beitragen.

Photovoltaik

Dass sich auch Sonnenenergie vielfältig nutzen lässt, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Sonne steht als Energiequelle unbegrenzt, umweltfreundlich und kostenlos zur Verfügung. Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um, Solarmodule werden aus einzelnen Solarzellen zusammengesetzt, die bei Lichteinfall eine elektrische Spannung erzeugen. 
Der Altenbekener Bauhof zeigt sich nicht nur in Bezug auf Gebäudehülle und Anlagentechnik energetisch optimiert, eine Photovoltaikanlage rundet das Gesamtkonzept ab. Die Photovoltaikanlage, basierend auf Dünnschichtmodulen, hat eine Leistung von ca. 66 kWp (entspricht etwa 600 m² Fläche). Auf dem Hauptdach des Bauhofgebäudes werden ca. 55.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt und gleichzeitig etwa 32 Tonnen CO₂ eingespart.

Photovoltaikanlagen gibt es auch auf den Dächern von Altenbekener Schulen, Sporthallen und dem Hallenbad. Die Energiegenossenschaft Paderborner Land eG betreibt zudem einen vier Hektar großen Solarpark mit einer Leistung von 2,5 Megawatt auf einer Freifläche in Altenbeken-Buke.

 

Windkraft

Altenbeken hat ausgesprochen windhöffige Lagen und das älteste ausgewiesene Windvorranggebiet in NRW. Der Altenbekener Anton Driller galt als Windpionier im Hochstift. Schon 1978 errichtete er eine selbst konstruierte und gebaute Windkraftanlage, um damit seine Maschinenhalle am Kalkofen zu heizen. 1991 hat er in Buke mit vier Windkraftanlagen den ersten Windpark in NRW in Betrieb genommen. Der Erfolg dieses Projekts war ein Grundstein für den frühen Windenergieboom im Paderborner Land.

Heute drehen sich im Kreis Paderborn 227 Anlagen, deren eingespeiste Strommenge 57,4 % am Gesamtstrom-absatz des Kreises ausmacht. In der Gemeinde Altenbeken gibt es derzeit 29 Windräder und 525 Photovoltaikanlagen. Durch deren Strom-Einspeisung konnten 2018 etwa 8,1 Tonnen CO2-Emissionen pro Einwohner eingespart werden. (vgl. Energiebericht 2019 für die Gemeinde Altenbeken)

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Gemeinde Altenbeken
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33184 Altenbeken

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